Elektrik niemals selber machen

Stromversorgung im Haus und Wohnung ist längst selbstverständlich geworden. Wie groß die Abhängigkeit von elektrischer Energie geworden ist, merkt man erst bei einem Stromausfall. Nichts geht mehr…… Was zum Glück in unseren Breiten, außer bei Wartungsarbeiten oder starken Wetterkapriolen, recht selten vorkommt.

Stromversorger beliefern unsere Haushalte mit 230 Volt Wechselspannung. Bei Elektroherden und Durchlauferhitzern liegen, je nach Anschlusssystem, sogar 400 Volt sogenannter Drehstrom an. 400 Volt Drehstrom können auch bei Heizungssystemen wie Wärmepumpen, Nachtspeicherheizungen und elektrischen Fußbodenheizungen anliegen. Diese Spannungen sind gefährlich und können schwerste Verbrennungen verursachen oder schlimmstenfalls zum Tod führen. Panik sollte allerdings bei der Nutzung elektrischer Geräte und Anlagen trotzdem nicht aufkommen. Fachgerechte Installationen und Sicherheitsmaßnahmen, wie sogenannte Fehlerstromschutzschalter, bieten größtmögliche Sicherheit.
Hobbyhandwerker unterschätzen aber oftmals die Vorschriften und Sicherheitsregeln, die bei Elektroinstallationen nötig sind. Selbst bei scheinbar recht einfachen Arbeiten, wie zusätzliche Steckdosen bei Renovierungsarbeiten verlegen, kann viel falsch gemacht werden. Kabelarten, Kabeldurchmesser sowie Verlege- und Befestigungsvorschriften müssen beachtet werden. Besondere Vorsicht ist bei der Verlegung von 400 Volt Anschlüssen wie beispielsweise bei Herdanschlüssen oder Durchlauferhitzern geboten. Unsachgemäße Arbeiten können schnell Kabelbrände verursachen. Versicherungen betreiben im Schadensfall ausgiebige Ursachenforschung!
Heimwerker und Einrichter sollten sich beim Renovieren, Bauen, Verschönern auf das Anbringen von Lampen an Decken und Wänden beschränken. Mit einem Leitungssuchgerät arbeiten, um Beschädigungen an Leitungen in der Wand beim Bohren zu vermeiden. Bei Tapezier- und Streicharbeiten können auch vom Laien Schalter- und Steckdosenabdeckungen entfernt werden. Vorher den Strom abschalten und erst nach getaner Arbeit die Abdeckungen wieder installieren. Danach erst den Strom wieder einschalten. Feuchte Tapeten und Feuchtigkeit durch Farben lösen sogenannte Kriechströme aus, die durchaus gefährlich werden können.
Niemals Sperren oder Plomben an Stromeinrichtungen lösen oder entfernen. Stromversorger reagieren sehr sensibel auf solche Eingriffe. Das kann Geldbußen und eine (vorläufige) Einstellung der Belieferung nach sich ziehen. Die Stromversorgung wird erst wieder aufgenommen, wenn die Anlage von einem Fachbetrieb wieder neu abgenommen wurde!
Tipps:
– Plant man eine Kernsanierung oder einen Neubau in jeder Ecke eines Raums Steckdosen vorsehen. So kann flexibel eingerichtet werden und die Stromversorgung ist im ganzen Raum, ohne lästige Verlängerungskabel, gesichert.
– Schalter am Raumeingang müssen nicht nur Deckenlampen oder Wandlampen ein- und ausschalten. Die Schalter an Raumeingängen können auch Steckdosen im Raum schalten. So können Steh- und Tischlampen bedient werden und der Raum bekommt durch dieses Licht ein hochwertigeres Wohnambiente.

Gefahrenpotenzial
Bereits eine Spannung von ca. 50 Volt Wechselstrom gilt als gefährlich. Bei Gleichstrom gilt eine Grenze von ungefähr 120 Volt. Eine Stromstärke von nur 50 Milliampere kann tödlich sein. Zum Vergleich: Bei Durchlauferhitzern betragen die Stromstärken, je nach Bauart, um die 30 Ampere.
Die Gefährlichkeit liegt bei Wechselstrom auch in der vorhandenen Frequenz des Stroms von 50 Hertz. Die Herzmuskulatur wird von der Stromfrequenz beeinflusst und Herzkammerflimmern kann auftreten. Weiterhin kann durch Muskelverkrampfungen ein sogenanntes „kleben bleiben“ auftreten. Man kann nicht mehr loslassen, um den Stromfluss zu unterbrechen.
Jeder Mensch reagiert individuell auf Stromschläge. Deshalb sind die angegebenen Grenzen nur Anhaltspunkte!

Stromversorgung im Haus und Wohnung ist längst selbstverständlich geworden. Wie groß die Abhängigkeit von elektrischer Energie geworden ist, merkt man erst bei einem Stromausfall. Nichts geht mehr…… Was zum Glück in unseren Breiten, außer bei Wartungsarbeiten oder starken Wetterkapriolen, recht selten vorkommt. Stromversorger beliefern unsere Haushalte mit 230 Volt Wechselspannung. Bei Elektroherden und Durchlauferhitzern liegen, […]
Elektrik niemals selber machen
30. Juni 2015
Posted in Wohnen und Leben — @ 11:52